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[F1-Tornado] Weiler (BW), 07.06.2021

Beim Überzug eines Gewitters kam es in Weiler-Rainau zu einem Tornado, der auf mindestens 850m Länge einige Schäden an mehreren Dächern und Bäumen anrichtete.

Maximale Intensität: F1 T2 (118-148km/h) Betroffener Bereich: ≥0.85km lang ~80m breit (max.) NNW-SSO Tote/Verletzte: 0/0 Datum & Uhrzeit: 07.06.2021 | 17:30 MESZ

Auswirkungen fanden sich durchgehend entlang der nur 850m langen Schneise. Mehrere Bäume kamen zu Fall, Dächer wurden teilweise abgedeckt und ein Gewächshaus zerstört.

(Bilder des Tornados - ©Siska Zeller, ©Julian Gruber)

Die ersten durch den Tornado verursachten Schäden traten an einem Gebäude in der Dalkinger Straße auf. Hier wurden einige Ziegel abgedeckt. Kurz darauf wurde ein großer Baum gegenüber des Hauses entwurzelt (Richtung ~ONO). Im Verlauf weiter nördlich konnten keine Schäden festgestellt werden.

(Bilder aus dem Bereich der Ortsstraße - ©Feuerwehr Rainau, ©Heike Herdeg, ©P. Schlipf)

Ob dieses Ortsschild durch Windeinwirkung oder einen herabfallenden Ast des entwurzelten Baumes verbogen wurde, ist unbekannt. (Bild - ©tornadomap.org) Rund 50 Meter weiter finden sich die nächsten Schäden an einem Baum im Bereich eines Teiches. Hier wurden zahlreiche massive Äste abgebrochen und teils verfrachtet.

(Bilder des betroffenen Baumes - ©tornadomap.org)


Äste des Baumes wurden bis zu 80m weit im Dorf verteilt. Das Bild rechts zeigt einen Ast, Der rund 80m weit in Südöstliche Richtung aufgefunden wurde.

(Bild - ©tornadomap.org)


Kurz darauf wurde ein kleines Gewächshaus zerstört.

(Bild des zerstörten Gewächshauses - ©P. Schlipf) | Im Bereich des sich weiter südöstlich befindenden Weges wurde außerdem ein Zwiesel am linken Rand der Schneise in Richtung Südwest gedrückt.

(Bild - ©tornadomap.org)

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Südlich des Weges wurden noch einige Ziegel eines Wohnhauses abgedeckt - Link - Bild der Schäden (Facebook) - und Gräser zu Boden gedrückt.

(Bild: Zu Boden gedrückte Gräser mit Konvergenz südl. des Weges - ©tornadomap.org)

(Alle Bilder im Bereich 2 - ©tornadomap.org)


Die Druckspuren intensivierten sich Richtung Südsüdosten fortlaufend. Der Tornado überquerte daraufhin die L1029 und drückte einen kleinen Baum Richtung NO. Im Bereich der L1029 kam es noch zu weiteren Auffälligkeiten (geneigte Leitpfosten, fehlende Ziegel einer alten Bushaltestelle) die sich nicht klar auf den Tornado zurückführen lassen.


Südlich der L1029 wurden daraufhin wie zuvor Gräser entlang einer schmalen, durchgängigen Schneise zu Boden gedrückt. Der Betroffene Bereich war hierbei maximal 80m breit.

Im Vordergrund steht das Gras ganz normal Aufrecht, während sich im Hintergrund eine begrenzte Schneise ausmachen lässt, in der das Gras massiv zu Boden gedrückt wurde. Direkt vor der Schneise stehend ergab sich dann folgendes Bild:

Im weiteren Verlauf:

Die letzten bekannten Auswirkungen finden sich in einem kleinen Waldgebiet. Hier traten vereinzelt minimale Schäden auf. Im Bereich wurde u. a. ein kleiner Ast um die 100m weit verfrachtet. Es handelte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Ast von einem der Nadelbäume, welche sich (ausschließlich) in der gegenüberliegenden Baumreihe befinden. Diese ist ~100m entfernt.

Im unmittelbaren weiteren Verlauf Richtung Süden konnten keine weiteren Auswirkungen festgestellt werden.

Intenstiätsbewertung von Thilo Kühne:
20210607-DE-Weiler
.pdf
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Bilder zur Verfügung gestellt von

Feuerwehr Rainau,

Heike Herdeg &

Siska Zeller P. Schlipf Julian Gruber Vorortdokumentation durch H. Sass & E. Waletzko Zum Fall in der Tornadoliste Interaktive Karte zum Fall Radarbild Kartenhintergrund ©Google Ausarbeitung ©tornadomap.org

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